„Wir glauben an Einsicht durch Wissen“
Dr. Philipp Neumann-Thein spricht über die Arbeit der Gedenkstätte Buchenwald in Zeiten von erstarkendem Geschichtsrevisionismus.
Dr. Philipp Neumann-Thein spricht über die Arbeit der Gedenkstätte Buchenwald in Zeiten von erstarkendem Geschichtsrevisionismus.
Vor etwa hundert Jahren vernichteten deutsche Truppen in Namibia einen Großteil der einheimischen Herero und Nama. Eine offizielle Entschuldigung der Bundesregierung steht bis heute aus.
Lettland wurde im Zweiten Weltkrieg sowohl von den Nazis als auch von den Sowjets besetzt, Letten kämpften auf beiden Seiten. Das sorgt heute für lebhafte Kontroversen.
In diesem Sommer wird Kroatien 22 Jahre nach seiner Unabhängigkeit der Europäischen Union beitreten – und schaut mit gemischten Gefühlen auf den faschistischen Ustaša-Staat zurück, der im Zweiten Weltkrieg Serben, Juden und Roma ermordete.
Gut gemeint und gut gemacht sind oft weit voneinander entfernt. Eine Buchbesprechung.
Multikulturell statt national – für viele junge Schlesier ist das Leben als Minderheit eine Chance und kein Fluch. Statt eines nationsgebundenen Heimatgefühls entwickelt sich die Wahrnehmung Europas als Zuhause.
Einer alten Maxime zufolge muss man wissen, woher man kommt, um zu wissen, wer man ist. Muss eine globalisierte Gesellschaft mit offenen kulturellen Grenzen den Begriff „Heimat“ verwerfen oder hat er doch zeitgenössisches Potenzial?
Frühneuzeitliche Träger königlicher Ämter und Würden werden heutzutage gern als große Nationalhelden stilisiert – sogar im Dienste der Werbung. Eine polnisch-litauisch-ungarisch-rumänische Geschichte.
Thomas Honegger, Professor für Anglistische Mediävistik an der FSU Jena, über die Vornamenwahl dies- und jenseits des Ärmelkanals.
Der Algerienkrieg blieb in Frankreich lange ein „Krieg ohne Namen“. Heute wird diese Episode der kolonialen Vergangenheit thematisiert, aber das schwerste Erbe bleibt bestehen: der Front National.