Die Ideologie der Sommerromane
Von Call me by your name bis Camus: Sie versprechen den Sommer unseres Lebens. Eine Hass- und Liebeserklärung an „den besten Sommer des Lebens” in der Literaturgeschichte.
Von Call me by your name bis Camus: Sie versprechen den Sommer unseres Lebens. Eine Hass- und Liebeserklärung an „den besten Sommer des Lebens” in der Literaturgeschichte.
Im Sommer sind die Dinge umgekehrt. Man schlafet bei Tage und wachet in der Nacht. Von der Starre des Tages und den abgedrehten Nächten erzählen uns die beiden Texte. Sie stellen die zwei Welten gegenüber, in denen wir uns im Sommer bewegen: Des Tages Stille und seine entbrannte Nacht.
Die Lektüreliste der germanistischen Literaturwissenschaft der FSU Jena, zu der die Studierenden eine mündliche Prüfung ablegen müssen, zählt bei 120 Titeln 13 von Autorinnen. Nur ein Autor des Globalen Südens ist vertreten. Noch immer vermittelt Universität ein längst altmodisch gewordenes Bild von Literatur, das direkt in die Schulen getragen wird. Kanonisierung ist Prestige und Erinnerung. […]
Über die Liebe auf den ersten Blick, das tragische und schnelle Ende von Liebespaaren und warum in der Literaturgeschichte kaum über Langzeitehen geschrieben wird, schreibt Thomas Honegger, Professor für Anglistische Mediävistik an der FSU Jena.
60 Jahre lang durfte der Reigen nicht aufgeführt werden, denn die Unruhen rund um die Beischlaf-Komödie wurden blutig und zogen vor Gericht. Warum Autor Arthur Schnitzler sein bekanntestes Werk verbieten ließ.
Befriedigende Darstellungen von Sex in der Literatur gibt es nur wenige. Zwischen den Zeilen verlieren die Charaktere ihre Unschuld. Was macht diese Unfähigkeit, ‚es‘ auszudrücken mit uns? Ein Plädoyer dafür, offener über Sex zu schreiben.
Wie sieht eine normale, echte Liebe aus? Sally Rooney ist die gefeierte junge Autorin aus Irland. Ihr Debütroman Conversations with friends (2017) verkaufte sich millionenfach. Mit ihrem zweiten Buch Normal People (2018) trifft sie wieder den Nerv der jungen Generation.
Die Geschichte um Robinson Crusoe ist ein Jahrhundertwerk, das überwiegend auf einen Abenteuerroman reduziert wird. Dass dieser Roman eine der Zeit entsprechende Gesellschaftskritik enthält, ist nur wenigen bekannt.
Zwischen der kargen Natur Yorkshires und beklemmend brutaler Leidenschaft stellt sich Emily Brontë in Sturmhöhe dem Zeitgeist entgegen.
unique im Gespräch mit Prof. Dr. Marcel Lepper, dem Direktor des Goethe-und-Schiller-Archivs über Digitalisierung der Briefe Goethes, die Zugänglichkeit der wertvollen Dokumente und die Probleme der Masse an Daten, die bei 5 Millionen Blatt Papier anfallen.