Article written by Redaktion

3 Responses

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  1. Roman Lietz
    Roman Lietz at |

    Dieser Artikel und die Dissertation von Frau Ahamer thematisieren ein wichtiges Thema im alltäglichen Sprachkontakt. Genau wie Katharina geht es sehr vielen Kindern, die für ihre Eltern Übersetzungs- und Dolmetschaufgaben übernehmen. Zunächst mögen die Kinder begeistert sein, da sie wie Erwachsene behandelt werden, aber es ist mittlerweile mehrfach bestätigt, dass diese sog. „Parentalisierung“ nicht positiv für die Kindesentwicklung ist und schon gar nicht für das Familiengefüge. Behörden und Ärzte sollten Sprachmittlung von Minderjährigen grundsätzlich ausschließen, wie es meines Wissens z.B. in der Arbeitsagentur in Osnabrück praktiziert wird. Entsprechend müssten Programme / Projekte, die die Kinder aus der Verantwortung nehmen – und die durchaus schon existieren – besser etabliert werden: Integrationslotsen, Gemeindedolmetschen u.v.m. bieten als unabhängige, erwachsene und bestenfalls geschulte Sprachmittler ihre Hilfe an. Diese ist meistens für die Familien kostenlos und mittlerweile in fast jeder Stadt abrufbar. Leider sind die Angebote selten bekannt, schon gar nicht bei Behörden oder Ärzten. Die existierenden Angebote sind auch wenig transparent, was die tatsächliche Qualität der Dienstleistung angeht. In dem Themenbereich ist noch viel zu tun, aber Beiträge wie dieser und Forschungsarbeiten wie die von Frau Ahamer helfen bei der Sensibilisierung.

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